Kinder und Familien

 

 

Sonntagsprogramme

Das Jüdische Museum Wien bietet ein vielfältiges Programm für Kinder und Familien an. Weitere Informationen zu den einzelnen Programmen finden sich in unserem Führungskalender.

 

Das Jüdische Museum Wien für zuhause


Celina erzählt’s

Die Museumspuppe Celina wohnt (natürlich) im Museum, ist nachts wach und unterhält sich mit den Objekten. Lange wurde sie für schüchtern gehalten, weil sie tagsüber im Foyer sitzt und nur zu beobachten scheint. Wir wissen nicht, was sie genau beobachtet und wir können auch ihre Gedanken nicht lesen. Dass sie definitiv nicht schüchtern ist, haben wir nun endlich herausgefunden und sie gebeten, uns ein Interview zu geben. Sehr gern, meinte sie.
 
Celina, welcher jüdische Feiertag gefällt dir am besten?
Ich mag alle Feste. Jüdische, christliche, islamische, buddhistische, griechische, wienerische, schweizerische, syrische – aber am besten gefällt mir Schabbat. Genauer gesagt, das Ende von Schabbat.

Dir gefällt es also, wenn der Feiertag zu Ende ist? Das ist nicht logisch.
Das habe ich nicht gesagt! Ausruhen ist eine fantastische Sache!! Das Besondere an den jüdischen Feiertagen ist, dass sie auf eine bestimmte Art anfangen und auf eine besondere Weise enden. Man nennt das „Hawdala“ und das bedeutet „Trennung“. Man verabschiedet sich vom Ruhetag und macht sich währenddessen klar, dass nach der „Auszeit“ wieder das normale Programm beginnt.

Was genau passiert bei dieser „Trennung“?
Mich fasziniert am meisten die Gewürzdose, sie wird unter den Anwesenden herumgegeben, es wird über diese Gewürze ein Segen gesprochen und alle riechen daran. Der angenehme Geruch macht es leichter, sich von dem Feiertag zu verabschieden und liefert Energie für die neue Woche, die am Sonntag beginnt.

Wie viele solche Dosen gibt es im Museum?
Sehr viele. Und sie sind sehr verschieden. Es gibt größere und kleinere, welche aus Metall oder auch aus Holz. Sie sehen aus wie Obst, wie Blumen, wie ein Vogel, wie ein Fisch...

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© Jüdisches Museum Wien
Wirklich?
Ja. In diesem Fisch befinden sich sogar noch alte Gewürznelken...

Erstaunlich. Aber die riechen nicht mehr, oder?
Nein, aber man kann es sich trotzdem vorstellen. Im Museum ist Vorstellen eine ziemlich wichtige Sache. 

Das verstehe ich nicht. Ich kann ja alles sehen, was ausgestellt ist – ich muss mir nichts vorstellen.
Man sieht nur, was ausgestellt ist. Die Geschichten, die ein Objekt erzählt, die muss man sich vorstellen.

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Schwierig.

Nein, wenn man Hilfe hat, ist das ganz leicht! Im 2. Stock gibt es den „Shabbat Room“ von der israelischen Künstlerin Maya Zack. Sie hat mit ihrem Computer Räume eingerichtet, die es nicht mehr gibt. Im ersten jüdischen Museum war ein eigenes Zimmer für den Schabbat eingerichtet – mit Möbeln und Gegenständen und – angeblich immer frischen Blumen. Davon gibt es nur mehr Fotos. Maya Zack nimmt uns mit auf eine Reise, die bis in das Atelier von Isidor Kaufmann führt.

Das war der Direktor des ersten jüdischen Museums?
Nein, er war ein ganz wichtiger und sehr bekannter Maler und er hatte die Idee, dieses Schabbat-Zimmer einzurichten.

Cool!
Ja! Im heutigen Jüdischen Museum Wien gibt es jeden Sonntag ein Programm für Familien mit Kindern – diese Schabbat-Zimmer sind von den jungen Gästen designt worden.

Fast wie im ersten jüdischen Museum...
Noch besser, finde ich!

An jedem Sonntag werden Schabbat-Zimmer eingerichtet?
Nein, es gibt so viele Themen wie es Sonntage gibt. Kann man alles auf der Museumswebsite nachlesen...

Vielen Dank für das interessante Gespräch, Celina!

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© Jüdisches Museum Wien
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© Jüdisches Museum Wien
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© Jüdisches Museum Wien
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© Jüdisches Museum Wien



Geschichte(n) mit Celina



Weltreisen im Museum
Wer gerade keine weiten Reisen machen kann oder will, kann Celina auf ihren Weltreisen im Jüdischen Museum Wien begleiten. Sie spaziert durch die Stockwerke und reist so von Wien durch die Welt. Wenn ihr wieder zu uns ins Museum kommen könnt, dann sucht doch ihren Stammplatz im Museum und macht ein Foto von ihr. Weil Celina Fotos liebt. Und wir auch.



Schickt uns per Post oder E-Mail Fotos von euren Werken, Zeichnungen, Geschichten, Fragen an Celina oder Portraits von ihr.

Jüdisches Museum Wien
z.H. Vermittlung
Dorotheergasse 11
1010 Wien
 
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